Handball Hochburg Bietigheim

Wie hoch hängen die Trauben in der Sporthalle Hamburg?

Der seit zehn Spielen sieglose Aufsteiger SG BBM Bietigheim kämpft am 20. Spieltag weiter für eine Trendwende. Können die Romero-Buben im Kampf um den Klassenerhalt am Donnerstag (19 Uhr) beim Handball Sport Verein Hamburg überraschen?

Der Abstand zum vorletzten Tabellenplatz beträgt trotz Sieglos-Serie unverändert drei Punkte, da der HC Erlangen in der Abstiegszone in der Rückrunde auch noch keine Zähler sammeln konnten. Das dünne Polster könnte aber an jedem Spieltag schmelzen und taugt alles andere als zum Ruhekissen. Erlangen unter seinem neuen Trainer Martin Schwalb unterlag am Sonntag eben gegen den HSV Hamburg mit 29:35 Toren. Die Hanseaten rücken mit dem vierten Auswärtssieg auf den 8. Platz vor und bewegen sich wie im Vorjahr im gesicherten Mittelfeld der Bundesliga.

Die SG BBM dagegen hat zum Rückrundenauftakt die erste große Chance bei der 27:28-Heimniederlage gegen die HSG Wetzlar verpasst. Mit einem Punktgewinn im anschließenden Auswärtsspiel bei den Rhein-Neckar Löwen hätten ohnehin die wenigsten gerechnet. Wohl aber mit einem couragierteren Auftritt der Mannschaft von Iker Romero. Bietigheim sieht sich nach 20 Minuten mit einem 16:7-Rückstand konfrontiert. Die Rhein-Neckar Löwen machen mit ihrer zweiten Garnitur kurzen Prozess, bestrafen das fehlerbehaftete Spiel des Aufsteigers ohne Gnade. Bietigheim rappelt sich nach der Pause zwar auf und gewinnt den zweiten Durchgang mit 16:17 Toren. Doch das bleibt am vergangenen Donnerstag eine Randnotiz, Bietigheim bleibt beim 36:30 ohne Punkte.

Der Handball Sport Verein Hamburg hat das Hinspiel gegen Aufsteiger Bietigheim Mitte Dezember in der EgeTrans Arena in guter Erinnerung. Mit dem exakt selben Resultat wie zuletzt in Erlangen feiert die Mannschaft von Torsten Jansen am 15. Spieltag bei den Schwaben ihren bis dahin höchsten Saisonsieg. Das 29:35 war die erste Partie der Bietigheimer Handballer nach der Verletzung ihres Torjägers Tom Wolf. Mit einer starken zweiten Halbzeit hatte sich Hamburg nach dem Seitenwechsel abgesetzt. Die ersten 30 Minuten aber waren eine Blaupause dafür, wie der Aufsteiger im Haifischbecken 1. Liga seine Chance suchen will. Die Mannschaft um Kapitän Paco Barthe war beim 13:13 und beim 16:17 zu Beginn des zweiten Abschnitts noch auf Augenhöhe. Erfolgreichste Bietigheimer Torewerfer im Hinspiel waren Paco Barthe und Gonzalo Pérez Arche mit jeweils sieben Treffern. Für Hamburg zielten U21-Weltmeister Moritz Sauter (6) und der dänische Weltmeister und Olympiasieger Casper Mortensen (9/5) am genauesten.

Hamburg ist die Mannschaft der knappen Ergebnisse. Vier Spiele entschied das Team um Kapitän und Kreisläufer Niklas Weller nervenstark mit einem Tor für sich, erkämpfte fünfmal eine Punkteteilung, darunter zuhause gegen die Topteams aus Flensburg-Handewitt, Füchse Berlin, Hannover-Burgdorf und die Rhein-Neckar Löwen. Nur Magdeburg und der THW Kiel konnten sich bislang in Hamburg schadlos halten.

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