Handball Hochburg Bietigheim

THW Kiel deklassiert Aufsteiger Bietigheim

Mit dem Schlusspfiff steht der höchste Saisonsieg des THW Kiel fest. Die Ostsee-Handballer deklassieren am Freitag die SG BBM Bietigheim und rücken auf Rang 3 vor. Für die Schwaben, die noch immer auf den ersten Heimsieg warten, bedeutet die 24:39 (11:22)-Schlappe gleichzeitig die höchste Niederlage in der Beletage.

Nach nicht einmal 14 gespielten Minuten war schon die Spannung raus aus der Partie. Elias Ellefsen á Skipagøtu triff für den Rekordmeister zum 3:10. Der Färinger komplettiert einen 8:0-Lauf des THW gegen übernervös wirkende Schwaben. Dabei waren die Jungs von Iker Romero mit einer 3:2-Führung gar nicht so schlecht ins Spiel gestartet, liefern aber mit einer Serie von Fehlpässen die Steilvorlage für den Kieler Lauf. Kurz danach wird es beim 4:14 erstmals zweistellig, über ein 6:18 gehen die Bietigheimer Handballer mit einem 11:22-Rückstand in die Pause.

Die abgeklärte Leistung, die Kiel im aktuellen 4-Tage-Spielrhythmus auf den Boden der EgeTrans Arena zaubert, nötigt auch den 3932 Zuschauern in der EgeTrans Arena – Saisonrekord für den Aufsteiger - Respekt ab. Dabei musste der THW neben Domagoj Duvnjak und Nikola Bilyk in Bietigheim zusätzlich auf Rune Dahmke verzichten, der sich beim jüngsten 30:35-Erfolg im portugiesischen Porto verletzt hatte. Nachdem seine Top-Besetzung vorgelegt hat, kann THW-Chefcoach Filip Jicha schon gegen Ende der ersten Hälfte auf die zweite Reihe setzen, gibt den Youngsters Linus Kutz und Ben Szilágyi Einsatzzeiten.

Bei Bietigheim beginnt überraschend Filip Baranasic im Tor für den erkrankten Daniel Rebmann. Am Ende kommt der Kroate auf 10 Paraden, sieht sich meist frei vor ihm auftauchenden THW-Werfern gegenüber. Auf der Gegenseite liefert Deutschlands Nationalkeeper Andreas Wolff mit zehn gehaltenen Bällen wieder eine Topquote ab, ehe er in der zweiten Hälfte für Tomas Mrkva den Platz räumt. Kiels Defensive wirkt gegen die Bietigheimer Angriffsversuche kompakter.

Nur zwei Minuten nach dem Seitenwechsel führt der THW mit 11:25. Drei schnelle Kieler Treffer weisen auch die Richtung für die zweiten Hälfte, in der die SG BBM zwar besser zurechtkommt, aber der Klassenunterschied bestehen bleibt. SG BBM-Coach Iker Romero nimmt in der 37. Minute beim 13:27 bereits seine dritte Auszeit, um seine Spieler aus der Abwärtsspirale zu holen. Am effektivsten ist die SG BBM wieder einmal über die Außenpositionen, neun der Aufsteiger-Tore fallen über die Flügelspieler.

Die Partie liefert längst keine Spannungsmomente mehr. Die Fans in der EgeTrans Arena jedoch erfreuen sich am engagierten Kieler Spiel und bejubeln jedes Tor des Aufsteigers. Respekt. Applaus gibt es für den schönen Treffer von Jonathan Fischer zum 21:37 (52.) genauso wie für die letzte Parade von Filip Baranasic, mit der der Keeper der SG BBM in der Schlusssekunde noch den 40. Treffer des THW Kiel verhindern kann.


SG BBM: Baranasic, Genz; Vlahovic (2), Kühn (1), Claus (1), Wolf (2), de la Peña (3), Nicolaus (2), Wiederstein, Pérez Arce (5/1), Barthe, Strosack (1), Pfeifer (4), Fischer (1), Hermann, Hejny (2).

THW Kiel: Mrkva, Wolff; Reinkind (2), Landin (2), Øverby (1), Wiencek (1), Johansson (4), Zerbe (2), Kutz (2), Szilágyi (1), Madsen (8), Pekeler (5), á Skipagøtu (6), Imre (5).

Zeitstrafen: Vlahovic (15.), Wiederstein (21.) – Reinkind (24.), Wiencek (44.).

Siebenmeter: 1/1 – 0/0

Spielverlauf: 3:2 (5.), 3:10 (14.), 4:15 (19.), 8:18 (27.), 9:21 (29.), 11:22 (30.), 11:25 (32.), 13:26 (36.), 15:30 (41.), 17:35 (46.), 20:36 (50.), 21:38 (54.), 24:39 (59.)

Schiedsrichter: Christian vom Dorff / Fabian vom Dorff (DHB Elitekader)

Zuschauer: 3932 (EgeTrans Arena, Bietigheim).

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