Handball Hochburg Bietigheim

SG BBM vor schwerer Aufgabe beim Deutschen Meister

Mit dem SC Magdeburg wartet am Samstagabend das nächste Schwergewicht der Handball-Bundesliga auf die SG BBM Bietigheim. Um 20 Uhr gastiert die Mannschaft von Cheftrainer Hartmut Mayerhoffer beim amtierenden Deutschen Meister in der GETEC Arena. Die Partie wird live bei DYN übertragen.

Für die SG BBM geht es derzeit Schlag auf Schlag. Nur drei Tage nach dem Pokalaus gegen GWD Minden wartet bereits die nächste Aufgabe auf die Bietigheimer. Am 6. Spieltag der Handball-Bundesliga trifft die SG auf eine Mannschaft, die seit Jahren zur nationalen und internationalen Spitze gehört.

Beide Mannschaften gehen mit unterschiedlichen Voraussetzungen in die Begegnung. Während Magdeburg nach fünf Bundesliga-Spielen mit 8:2 Punkten auf Rang vier steht, rangiert die SG BBM mit 2:8 Zählern auf Platz 15. Ihren bislang einzigen Saisonsieg feierten die Bietigheimer gleich zum Auftakt, als sie sich auswärts mit 35:33 bei der HSG Wetzlar durchsetzten. Zuletzt zeigte die Mannschaft gegen die TSV Hannover-Burgdorf vor allem in der Schlussphase Moral, machte einen zwischenzeitlichen Neun-Tore-Rückstand beinahe noch wett und musste sich am Ende knapp mit 29:31 geschlagen geben.

 

Magdeburger Serie endet nach 17 Siegen

Auch der SCM geht mit einer Niederlage aus dem vergangenen Bundesliga-Wochenende in die Partie. Nach saisonübergreifend 17 Liga-Siegen in Folge seit dem 15. Februar musste sich die Mannschaft von Trainer Bennet Wiegert erstmals wieder geschlagen geben. Bei der MT Melsungen unterlag der Deutsche Meister mit 34:37. Mit 8:2 Punkten steht Magdeburg damit punktgleich mit den Füchsen Berlin auf dem vierten Tabellenplatz.

Die Reaktion folgte bereits wenige Tage später im DHB-Pokal. Dort ließ der SCM beim 38:28 gegen die HSG Wetzlar nichts anbrennen und zog souverän ins Achtelfinale ein. Anders verlief der Pokalabend für die SG BBM. Gegen Zweitligist GWD Minden drehten die Bietigheimer einen Vier-Tore-Rückstand zur Halbzeit nach dem Seitenwechsel zwischenzeitlich in eine eigene Führung. In der Schlussphase musste sich die SG jedoch mit 32:34 geschlagen geben und verabschiedete sich damit aus dem Wettbewerb.

„Das Spiel geht 60 Minuten und da müssen wir schleunigst schauen, dass wir auch 60 Minuten auf der Platte sind – und zwar nicht nur physisch, sondern auch mental“, bilanzierte Dominik Claus nach dem Pokalaus. Gleichzeitig richtete der Rückraumspieler den Blick bereits auf die nächste Aufgabe: Fehler analysieren, „Krone richten und Blick nach vorne gegen Magdeburg“.

 

Tomovski und Claar in den Top sechs

Ein Blick auf die bisherigen Saisonstatistiken zeigt, dass sich auf beiden Seiten Akteure in den Spitzenpositionen der Liga wiederfinden. SG-Schlussmann Martin Tomovski hat bereits 53 Würfe pariert und ist damit aktuell der zweitbeste Torhüter der Handball-Bundesliga. Auf Magdeburger Seite gehört Felix Claar mit bislang 37 Treffern als Sechster zu den erfolgreichsten Torschützen der Liga.

Doch Claar ist nur einer von zahlreichen namhaften Akteuren im Magdeburger Aufgebot. Mit den deutschen Nationalspielern Lukas Mertens und Philipp Weber sowie internationalen Topspielern wie Gísli Kristjánsson, Ómar Ingi Magnússon, Felix Claar und Magnus Saugstrup verfügt der SCM über enorme individuelle Qualität. Saugstrup wurde im Sommer von der EHF zudem als bester Kreisläufer der Saison 2025/26 ausgezeichnet.

 

Bisherige Duelle gehen an den SCM

Auch die bisherige Bundesliga-Bilanz spricht für die Gastgeber. Sechsmal standen sich Magdeburg und Bietigheim bislang im deutschen Oberhaus gegenüber, sechsmal ging der SCM als Sieger vom Feld. Für die SG bietet das siebte Aufeinandertreffen nun die nächste Gelegenheit, sich mit einem der Topteams der Liga zu messen.

 

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