Handball Hochburg Bietigheim

Pokalaus gegen Minden: SG BBM unterliegt mit 32:34

Für die SG BBM Bietigheim ist im DHB-Pokal Schluss. Nach einer schwierigen ersten Halbzeit steigerte sich das Team von Hartmut Mayerhoffer nach dem Seitenwechsel und drehte die Partie in der 46. Minute erstmals zu seinen Gunsten. In der entscheidenden Phase hatte jedoch GWD Minden die besseren Antworten und setzte sich am Ende mit 34:32 durch.

 

„Das ist das große Problem. Das Spiel geht 60 Minuten und da müssen wir schleunigst schauen, dass wir auch 60 Minuten auf der Platte sind – und zwar nicht nur physisch, sondern auch mental“, sagte Dominik Claus nach der Partie. Schon vor dem Pokalduell hatte Mayerhoffer genau diese Konstanz über die gesamte Spielzeit von seiner Mannschaft gefordert.

 

Im Duell zwischen Bundesliga-Aufsteiger und Bundesliga-Absteiger begegneten sich beide Mannschaften zunächst auf Augenhöhe. Erst nach knapp einer Viertelstunde konnte sich Minden etwas absetzen und führte nach 14 Minuten mit 9:7. Drei Minuten später war der Vorsprung der Gäste beim 11:8 erstmals auf drei Treffer angewachsen.

 

SG dreht nach der Pause auf

Bietigheim kam mit deutlich mehr Schwung aus der Kabine und arbeitete sich zurück in die Begegnung. Mit mehreren Paraden gab Martin Tomovski der SG zusätzlichen Rückhalt. In der 39. Minute stellte Claus beim 25:25 den Gleichstand her. „Wir kommen eigentlich super aus der Halbzeit raus, sind direkt da, holen die vier Tore auf, sind auf Unentschieden und legen sogar eins vor“, blickte Claus auf diese Phase zurück.

 

Für die erste Bietigheimer Führung sorgte Alexander Pfeifer. Der Linksaußen traf zunächst per Siebenmeter zum 28:28, eroberte kurz darauf den Ball und vollendete in der 46. Minute zum 29:28. Doch die SG konnte die Partie nicht weiter in ihre Richtung ziehen. Minden antwortete mit dem 29:29. „Ich glaube, uns fehlt aktuell ein bisschen die Selbstverständlichkeit. Man muss den Bock umstoßen, aber da fehlt uns gerade das Selbstvertrauen. Und hinten raus geht uns die Puste aus und wir machen einfach dumme Fehler“, sagte Claus.

 

 

Minden setzt sich in der Schlussphase ab

In der 50. Minute sah Mindens Kreisläufer Daniel Astrup Pedersen nach einem harten Foul an Maxim Orlov die Rote Karte. Die folgende Unterzahl begann für die Gäste dennoch mit einem Erfolgserlebnis: Malte Semisch parierte einen Siebenmeter, anschließend ging Minden wieder mit 30:29 in Führung. Bietigheim glich noch einmal zum 30:30 aus, geriet dann aber selbst in Unterzahl. Minden nutzte die Situation zu einem 3:0-Lauf und setzte sich auf 33:30 ab. Von diesem Rückstand erholte sich die SG nicht mehr.

 

Aufregung in der Schlussphase

In den letzten Minuten wurde es dennoch noch einmal turbulent. Die SG eroberte den Ball, genau in diesem Moment nahm GWD-Trainer Ziercke eine Auszeit. Nach längerer Diskussion sah der Mindener Trainer die Gelbe Karte, während Bietigheim einen Siebenmeter zugesprochen bekam. Pfeifer verwandelte zum 31:33 und brachte die SG noch einmal heran. Die Bietigheimer schafften es jedoch nicht mehr, die Partie zu drehen. Am Ende stand eine 32:34-Niederlage und damit das Pokalaus.

 

„Es gab auch gute Phasen, aber trotzdem müssen wir hart mit uns ins Gericht gehen und uns die Fehler anschauen. Dann möglichst schnell die Krone richten und Blick nach vorne gegen Magdeburg“, richtete Claus den Fokus bereits auf die nächste Aufgabe.

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