SG-Frauen spielen am Samstag in Rostov

Am Mittwoch der erste Bundesliga-Sieg in Buxtehude, am Samstag (17 Uhr Ortszeit, 15 Uhr deutscher Zeit) das EHF-Pokal-Rückspiel in Rostov-Don: Die Frauen der SG BBM Bietigheim sind weiter im Reisestress. „Der Trip nach Russland wird heftig, und in Rostov gewinnt keine Mannschaft“, ist sich SG-Trainer Martin Albertsen sicher. Demnach finden sich seine Schützlinge beim großen Gruppenfavoriten in der Außenseiterrolle wieder, zumal der russische Meister vor einer Woche in der Ludwigsburger MHPArena mit 23:20 Toren gewonnen hat. „Wir haben ihnen einen großen Kampf geliefert“, blickt der Däne nicht unzufrieden zurück und lobt vor allem seine Abwehr: „23 Gegentreffer sind aller Ehren wert, aber leider haben wir nur 20 Tore erzielt und einige hundertprozentige Chancen nicht nutzen können.“

Effektivität im Angriff steigern, schnelle Rostover Konter verhindern

Vor allem die norwegische Torhüterin Katrine Lunde sorgte mit zahlreichen Glanzparaden dafür, dass die SG für ihre Verhältnisse wenig Treffer erzielte. In der Defensive wird die Konzentration besonders auf die ukrainische Linksaußen Viktoriya Borshchenko, die acht Mal erfolgreich war, die Halblinke Alexandrina Cabral Barbosa (Spanien) und Spielmacherin Ana Paula Rodrigues Belo (Brasilien), die fünf beziehungsweise vier Treffer markierten, gerichtet sein. Auch die schnellen Konter der Russinnen gilt es zu unterbinden. Rostov-Don rutschte übrigens als Gruppen-Vierter in der Vorrunde der Champions League in den EHF-Pokal. Bei vier knappen Niederlagen (27:28 gegen Györi, 23:25 in Midtjyland, 20:22 zuhause gegen Bukarest und 21:24 in Bukarest) sowie einer deutlichen 25:32-Schlappe in Györ gelang dem Team von Neu-Trainer Frederic Bougeant – er gibt erst seit Dezember die Kommandos – lediglich ein Sieg (26:20 im Heimspiel gegen Midtjyland).

„Wir haben mit dem Erreichen der Gruppenphase im EHF-Pokal unser Ziel erreicht“, resümiert Martin Albertsen, „und wollen jetzt so viel wie möglich als Mannschaft lernen und so viele Punkte wie möglich holen.“ In der „Hammergruppe C“ (Albertsen) liegen bei „Halbzeit“ noch alle vier Teams sehr dicht zusammen: Trondheim und Rostov haben vier Zähler, Érd HC und Bietigheim deren zwei – da ist für jede Mannschaft noch fast alles drin. „In der Abwehr und mit unserer Torfrau Tess Wester können wir nicht besser spielen, aber vorne haben wir die Hoffnung, ein bisschen mehr Tore zu machen“, richtet der 42-jährige Cheftrainer der SG den Blick nach Russland. Und eine Woche später steht das Match in Trondheim an, „ich glaube, im Europapokal spielt kein Team nördlicher.“

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