Erwartete Niederlage in der Königsklasse

Erwartete Niederlage für Bietigheim in der Königsklasse

Im fernen Russland gab es am 11. Spieltag der EHF Champions League für die SG BBM Bietigheim nichts zu holen. Gegen den russischen Meister unterlagen die SG-Ladies mit 21:27 (9:15).

Mit nur elf Spielerinnen konnte die SG BBM die Reise zum russischen Meister und Final4-Kandidaten Rostov-Don antreten. Stine Jørgensen, Karolina Kudlacz-Gloc, Anna Loerper, Danick Snelder fehlten aus bekannten Gründen, Julia Maidhof erhielt von den russischen Behörden nicht rechtzeitig die Einreisegenehmigung.

Andere Länder, andere Sitten – unter den Augen von 750 Zuschauern (!) in Rostov, was in der Corona-Zeit aktuell in fast allen Ländern undenkbar scheint, begannen die Gastgeberinnen druckvoll und führten nach zehn gespielten Minuten mit 4:3. Bietigheim offenbarte aber wie zuletzt von der Siebenmeterlinie Schwächen, so konnten gleich zwei Würfe von der Linie in der Anfangsphase nicht im gegnerischen Gehäuse untergebracht werden. Insgesamt war die Chancenauswertung von Seiten der Bietigheimerinnen Mangelware im ersten Durchgang. Beim 7:3 für Rostov nahm Markus Gaugisch in der 14. Minute seine erste Auszeit, in deren Anschluss sein Team zwei Treffer in Folge erzielte. Danach bestimmten wieder die Russinnen das Spiel gegen tapfer kämpfende SG-Ladies. Mit einem deutlichen 15:9 ging es in die Halbzeitpause.

Die ersten beiden Treffer im zweiten Abschnitt markierte Trine Østergaard zum 15:11. Die Dänin war heute zusammen mit Amelie Berger, die auf der für sie ungewohnten Rückraum Rechts-Position eingesetzt wurde, die auffälligste Akteurin auf Seiten der Gäste. Die angestrebten Aufholjagd der SG BBM wurde von dem zu abgezockten europäischen Topteam aus Rostov prompt unterbunden. Hinzu kam die weiterhin hohe Fehlerquote der Bietigheimerinnen, die sich jedoch weiter gegen eine drohende hohe Niederlage stemmten. Nach 60 Minuten stand ein, aufgrund der dünnen Personaldecke, respektables 21:27 gegen den Final4-Anwärter.

SG BBM Cheftrainer Markus Gaugisch: „Wenn man unsere personelle Situation betrachtet, bin ich nicht sehr enttäuscht über das Ergebnis. Wir änderten einige Dinge in unserem Spiel, phasenweise spielten wir ganz ordentlich. Bleibt zu hoffen, dass wir alle gesund nach Hause kommen.“

Tore: Østergaard 4, Berger 4, Lauenroth 3, Smits 3, Reimer 3, Schulze 2, Braun 1, Naidzinavicius 1

In der Handball Bundesliga Frauen geht es für die Bietigheimerinnen am Mittwoch, 20. Januar, zu den HSG Bad Wildungen Vipers. Anwurf ist um 19:30 Uhr.

Alle News

Spiele

Tabelle