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SG-Frauen trotzen der hohen Belastung

SG-Frauen trotzen der hohen Belastung

Trainer Martin Albertsen: „Bin glücklich, dass uns heute alle so unterstützt haben!“

 „Pflichtsieg“ für den Spitzenreiter: Ohne sich voll ausgeben zu müssen, gewannen die Frauen der SG BBM Bietigheim am Mittwoch vor 900 Zuschauern ihr Heimspiel gegen den Rekordmeister und Tabellen-Fünften der Handball Bundesliga Frauen (HBL), den HC Leipzig, mit 32:27 (17:12) Toren und weisen nun stolze 42:0 Punkte auf. Für die Gastgeberinnen warfen Kim Naidzinavicius und Susann Müller jeweils sieben Tore, auf Seiten der Gäste traf Anne Hubinger ebenfalls sieben Mal. Bereits am Samstag steht für die Schützlinge von SG-Trainer Martin Albertsen die nächste Begegnung auf dem Spielplan, dann gastieren die Bietigheimerinnen im Lokalderby bei der Neckarsulmer Sport-Union.

Die Gäste aus Sachsen, die lediglich acht Feldspielerinnen mitgebracht hatten, lagen im gesamten Spiel nur einmal in Führung, als Joanna Rode das 3:4 erzielte (9.). Ansonsten glückte dem HCL bis zum 5:5 (10.) fünfmal der Ausgleich, doch danach blieb er 13 Minuten lang ohne Torerfolg, weil die SG-Abwehr aufmerksam agierte und mit Tess Wester eine Torhüterin hinter sich wusste, die zahlreiche hochkarätige Chancen der Leipzigerinnen parierte. Im Angriff trafen die Enztälerinnen in regelmäßigen Abständen, so dass aus dem 5:5 bis zur 23. Minute ein klarer 12:5-Vorsprung wurde. Da die SG-Spielerinnen dann mit ihren Chancen etwas großzügig umgingen, kam Leipzig auf 14:10 heran (27.). Ein Strafwurf von Kim Naidzinavicius und Treffer von Mille Hundahl und Antje Lauenroth brachten die SG wieder auf Distanz, und mit einem 17:12 ging es in die Pause.

Im zweiten Durchgang kam der HCL dreimal bis auf drei Treffer heran, aber die Fans mussten sich eigentlich nie Sorgen um den Erfolg ihres Teams machen. So erzielte die SG BBM – wie im Hinspiel – 32 Treffer, kassierte aber diesmal drei Gegentore mehr. Alles in allem war der 32:27-Sieg verdient, „am Ende hat bei uns ein wenig die Kraft gefehlt, so dass wir viele kleine Fehler gemacht haben, die nicht sein müssen, aber wir können erhobenen Hauptes nach Hause fahren“, war Nationalspielerin Anne Hubinger mit dem Ergebnis zufrieden. Kim Naidzinavicius räumte ein: „Wir können sicher besser spielen, aber die hohe Belastung der letzten Tage hat sich doch bemerkbar gemacht. Mir kam das Spiel heute viel länger vor als sonst.“

Martin Albertsen (Trainer SG BBM Bietigheim): „Ich bin so glücklich, dass meine Mannschaft heute von den Zuschauern so gut unterstützt wurde. Wir brauchen das, denn wir müssen so viel kämpfen und es sind noch so viele Spiele. Ich muss nun dafür sorgen, dass die Mannschaft am Samstag in Neckarsulm wieder körperlich gut dasteht, denn die Belastung in den letzten acht Tagen war doch sehr hoch. Wir brauchen auch am Samstag die Zuschauer zur Unterstützung, denn Handball ist ein Teamsport.“

Norman Rentsch (Trainer HC Leipzig): „Mit der Fünf-Tore-Niederlage können wir zufrieden sein, wir haben Bietigheim herausgefordert, hätten aber im Abschluss noch konsequenter sein müssen. Aber die Moral im Team ist sehr gut und ich habe großen Respekt vor meiner Mannschaft.“

SG BBM Bietigheim: Roch, Salamakha, Wester – Biltoft, Visser (3/2), Lauenroth (3), Mack, Nina Müller (5), Smeets, Schulze (1), Baun Eriksen, Naidzinavicius (7/4), Hundahl (2), Woller, Susann Müller (7), Malestein (4).

HC Leipzig: Kurzke, Roth – Mazzuco (1), Einarsdottir (3), Bösch (2), Hubinger (7), Reimer (2/1), Minevskaja (5/2), Sturm (5), Rode (2).

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