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SG-Frauen stehen in den Europapokal-Finals

SG-Frauen stehen in den Finals um den Europapokal!

Gegner ist mit Rostov-Don eine aus der Gruppenphase bekannte Mannschaft

„Finale!“ – Freudengesänge der Spielerinnen und ihrer Fans und ein übermütiger Jubelkreis: Trotz einer 28:32 (13:20)-Niederlage im zweiten Halbfinalspiel bei NFH Nykøbing Falster Håndboldklub qualifizierten sich die Handballfrauen der SG BBM Bietigheim am Ostersonntag für die beiden Finals im Europapokal gegen den russischen Spitzenclub Rostov-Don (Heimspiel in der MHPArena: 6./7. Mai, Rückspiel in Russland: 13./14. Mai).

Die elf Tore Vorsprung aus dem Hinspiel in Ludwigsburg (38:27) reichten den Enztälerinnen, um bei ihrer erstmaligen Teilnahme am EHF-Pokal gleich bis in die Endspiele zu gelangen. Die meisten Tore für die Deutschen erzielte Maura Visser (6/4), Linkshänderin Susann Müller, die fünf Mal erfolgreich war wurde als „Spielerin des Matches“ ausgezeichnet. Für die Gastgeberinnen trafen Mette Gravholt und Kristina Kristiansen (jeweils 7) am besten.

Lautstarke Unterstützung der SG-Frauen durch Bietigheimer und niederländische Fans

Vor zahlreichen mitgereisten SG-Anhängern und einer großen niederländischen Fankolonie brachte Nina Müller die Gäste vor 2.456 Zuschauern in der dritten Minute mit 2:1 in Front – dies sollte jedoch die einzige Führung der SG-Frauen im ganzen Spiel bleiben. Zwar hielten die Albertsen-Schützlinge bis zur neunten Minute (4:4 durch Susann Müller) die Partie offen, doch dann setzte sich das druckvollere Spiel von Nykøbing immer mehr durch, das vor allem die quirlige Kristina Kristiansen aufzog. Da die Bietigheimerinnen im Angriff nicht mehr so konsequent wie noch vor Wochenfrist agierten und ihnen auch in der Deckung immer wieder Kreisläuferin Mette Gravholt das Leben schwermachte, waren beim 20:13-Halbzeitstand schon sieben Treffer des Elf-Tore-Polsters aufgebraucht.

Nach Wiederanpfiff geriet der souveräne Spitzenreiter der Handball-Bundesliga Frauen (HBF) in der 37. Minute (26:16) und nach 46 Minuten (29:19) mit zehn Toren in Rückstand, doch näher kam das dänische Team trotz aller verzweifelten Versuche nicht heran – am Ende hielten die Gäste mit ihrer clevereren Spielweise in den letzten sechs Minuten die Niederlage mit 28:32 Toren in Grenzen und durften sich über den Einzug in die Finalspiele gegen Rostov-Don am 6./7. und 13./14. Mai freuen. Die Auslosung, wer zuerst Heimrecht hat, erfolgt am Dienstag in Wien. Gegen die Russinnen hatte die SG BBM schon in der Gruppenphase gespielt (20:23 und 24:34).

Martin Albertsen (Trainer SG BBM Bietigheim): „Ich bin sehr glücklich, dass wir erstmals die Finals im Europacup erreicht haben. Klar gab es bei uns ein wenig Nervosität, weil es ein sehr, sehr wichtiges Spiel war. Wir haben viele, viele Chancen gehabt, und es war richtig spannend. Die Torhüterin des Gegners war überragend und machte heute wohl das Spiel ihres Lebens. Wir sind in die zweite Halbzeit reingegangen und haben gesagt, diese Hälfte gewinnen wir – und das haben wir mit vier Toren dann auch geschafft!“

NFH Nykøbing Falster Håndboldklub: Sahlhold, Vind – Kristensen (2), Emelie Westberg, Hagman (6/2), Johanna Westberg (5), Gravholt (7), Navne, Iversen, Holmsgaard (1), Pedersen (4), Kongsted Nielsen, Ebbesen, Celine Lundbye Kristiansen, Costa, Kristina Kristiansen (7/1).

SG BBM Bietigheim: Salamakha, Wester – Biltoft (1), Visser (6/4), Lauenroth (3), Mack (1), Nina Müller (4), Smeets, Schulze, Baun Eriksen, Naidzinavicius (3), Hundahl (1), Woller (1), Susann Müller (5), Malestein (3/1).

 

FINALE

Hinspiel: 6./7. Mai in der MHPArena Ludwigsburg
Rückspiel: 13./14. Mai in Rostov am Don

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