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SG-Frauen: Das Unmögliche möglich machen?

SG-Frauen: Das Unmögliche möglich machen?

Martin Albertsen: „Wir geben nicht auf und kämpfen bis zum Schluss!”

„Wir glauben an uns und werden bis zum Schlusspfiff kämpfen!“ Martin Albertsen gibt sich vor dem Rückspiel im Europapokalfinale bei Rostov-Don am Samstag, 13. Mai (15 Uhr deutscher Zeit), kämpferisch. Seine SG BBM Bietigheim flog am Donnerstag mit einem Drei-Tore-Rückstand aus dem Hinspiel (25:28) nach Russland, und der Deutsche Meister weiß, was ihn dort erwartet: „Das Publikum in der Halle wird bedingungslos hinter Rostov stehen und das Team nach vorne treiben.“

In der ersten Halbzeit am vergangenen Sonntag in der Ludwigsburger MHPArena dominierte das Albertse-Team eindeutig. „Wir waren in den ersten 30 Minuten eindeutig die bessere Mannschaft.“ Zwischenzeitlich führten die Deutschen mit 14:10 Toren, zur Pause waren es beim 16:14 immer noch zwei Treffer Vorsprung. Dann steigerten sich die Russinnen in der Abwehr und machten mit vier Toren in Folge aus dem 16:14 ein 16:18. „Es war ein aufregendes Match, vom Niveau her Champions League – beide Teams spielten auf Augenhöre“, bilanzierte Rostov-Trainer Frederic Bougeant. Der Franzose bescheinigte seinen Spielerinnen eine „sehr gute Leistung in der zweiten Hälfte“ und hob seine norwegische Torhüterin Katrine Lunde hervor: „Sie zeigte da ihre ganze Klasse!“

Dominierend auf Rostover Seite war die Halblinke Vladlena Bobrovnikova, die sechs Mal traf: „Ich bin stolz auf meine Mannschaft, wir haben in Deutschland Charakter gezeigt.“ Sechs Tore markierte auch Bietigheims Linkshänderin Susann Müller, die mit insgesamt 72 Treffern die Torjägerliste anführt. Nach intensivem Videostudium und einer genauen Analyse des Hinspiel reist Martin Albertsen mit seinen Schützlingen „mit viel Selbstvertrauen“ in die Millionenstadt im Süden Russlands, die im kommenden Jahr einer der Austragungsorte der Fußball-WM sein wird. „Bei den Spielerinnen und dem gesamten Umfeld ist ein guter Glaube an unsere Chance spürbar, und wir werden um jeden Ball kämpfen“, verspricht der Däne.

Die beiden ersten Begegnungen zwischen Bietigheim und Rostov in der Gruppenphase des Europapokals wurden von den Russinnen mit 23:20 (in Ludwigsburg) und 34:24 (in Rostov) gewonnen. Nun will das russische Team mit der Halblinken Carbral Barbosa (Spanien), der französischen Linksaußen Siraba Dembele und Spielmacherin Ana Paula Rodrigues Belo (Brasilien) mit dem vierten Sieg über Bietigheim den Pokal in die Höhe stemmen und den zweiten internationalen Titel nach Europapokal der Pokalsieger 1990 holen.

„Wir geben nicht auf“, erklärt Martin Albertsen. „Klar müssen wir uns noch einmal verbessern, aber die erste Hälfte vom vergangenen Sonntag gibt uns Hoffnung.“

Das Spiel wird ab 15 Uhr deutscher Zeit live auf www.ehfTV.com übertragen.

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