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"Freundschaften werden 60 Minuten lang still stehen"


Fünf Tage vor dem OLYMP Final4 in der Stuttgarter Porsche-Arena hat die Handball Bundesliga Frauen am Montagmittag zum Pressegespräch in die Landeshauptstadt eingeladen. Spielerinnen und Trainer/innen sind sich einig: "Alle Teams wollen den Pokal holen."

Sie kennen sich: Mit einer freudigen Umarmung begrüßten sich die alten Mannschaftskolleginnen Jasmina Jankovic von der TuS Metzingen und Anna Loerper, welche im Januar erst zum Rivalen nach Bietigheim gewechselt ist. Auch Landsfrau Anouk Nieuwenweg von den HSG Bad Wildungen Vipers ist keine Unbekannte - die Frauenhandball-Szene in Deutschland ist familiär. Doch: Diese Freundschaften werden kommendes Wochenende kurrzeitig zurückstecken müssen, wenn im ersten Halbfinale die HSG Bad Wildungen Vipers auf den VfL Oldenburg sowie die SG BBM Bietigheim im zweiten Halbfinale und gleichzeitigen Derby auf die TuS Metzingen treffen.

"Es ist Pink gegen Blau und schon seit Jahren das heißeste Derby, das es gibt. Da wird die Freundschaft 60 Minuten lang still stehen", zeigt sich Jasmina Jankovic professionell. Auch Anna Loerper findet: "Es ist eine gesunde Rivalität. Hier geht's am Wochenende richig um was. Alle Mannschaften wollen den Pokal holen, das heißt am Samstag im Halbfinale, da wird's brennen." Für SG-Trainer Martin Albertsen ist sowohl das frühe Pokal-Aus im letzten Jahr als auch die verpasste Meisterschaft am Wochenende kein Thema: "Es ist kein Ligaspiel, sondern ein völlig neues Turnier - alles kann passieren. Für mich persönlich wäre es etwas Besonderes und auch für unsere Fans wäre es grandios, hier in Stuttgart mit unserer Mannschaft den Titel zu holen." Auch die TuS Metzingen will nur nach vorne schauen: "Wir dürfen nicht an letztes Jahr denken. Ich denke, da waren wir ein paar Schritte zu weit in unserem Kopf und hatten den Pokal fest in den Händen, dabei war das Spiel noch gar nicht gelaufen. Diesen Fehler machen wir dieses Jahr nicht."

Quelle: HBF

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