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Erneut geht es für die SG BBM um Platz 3

Begegnungen zwischen der SG BBM Bietigheim und der TSG Ludwigshafen-Friesenheim – egal ob in Liga 2 oder 1 - waren in den vergangenen Jahren immer spannungsgeladen. So wird es auch am Samstag (20 Uhr) sein, wenn der Tabellendritte in der Bietigheimer Viadukthalle den Verfolger auf Rang 6 erwartet.

Für die Bietigheimer Handballer gibt es kein Ruhekissen. Kaum hat man einmal drei Zähler Vorsprung auf den vierten Tabellenplatz erkämpft, ist dieser Vorteil am nächsten Spieltag auch schon wieder Geschichte. Vor dieser Situation stand die Mannschaft von Hartmut Mayerhoffer in dieser Saison schon mehrmals, und so ist die Lage auch vor dem 26. Spieltag. Friesenheim kann in diesem Spiel bis auf zwei Minuspunkte an die Schwaben heranrücken, die gleichzeitig im Fernduell den Angriff der Rimpar Wölfe auf die Aufstiegsränge abwehren müssen.

Die Fans in einer eventuell bis auf den letzten Platz gefüllten Bietigheimer Viadukthalle – noch gibt es letzte Sitzplatztickets und Stehplätze - dürfen sich aus einem weiteren Grund auf eine spannende Partie einstellen. „In der Liga geht es in dieser Saison ausgeglichen zu wie selten“, sagt Mayerhoffer. „Unsere Spiele waren allesamt sehr umkämpft und so geht es den meisten Teams.“ Und weiter: „Die Aufsteiger – mit Ausnahme vermutlich von Nettelstedt – werden in dieser Saison nicht mit wenigen Minuspunkten nach oben gehen.“ Die vielen engen Spiele machen die „wahnsinnig hohe Attraktivität“ der Liga aus.

In der Bietigheimer Viadukthalle findet einmal mehr das Spitzenspiel des Wochenendes statt. Und das alleine sieht Mayerhoffer schon als eine Auszeichnung für seine Jungs. „Sie geben Woche für Woche wirklich ihr Bestes, das kann man in unserer gegenwärtigen Situation nicht hoch genug honorieren“. Am Samstag wird die SG BBM erneut auf Valentin Schmidt (Adduktorenanriss) und Jonathan Scholz (Rückenbeschwerden) verzichten müssen. Gerade für den 22-jährigen Mittelmann kommt die Trainingsverletzung zu Unzeit. „Valentin hat gut gearbeitet und zuletzt gute Spiele gemacht“, sagt Mayerhoffer. Umso wichtiger ist, dass Tim Dahlhaus erstmals in diesem Jahr wieder am Ball war. „Es läuft ganz gut bei ihm“, freut sich Mayerhoffer für den Linkshänder, der aufgrund der Personalknappheit im Rückraum schon in Saarlouis rund 25 Minuten auf dem Feld stand. „Natürlich merkt man, dass Tim lange gefehlt hat. Aber er war immer ein wichtiger Faktor in unserem Spiel.“

Einmal mehr war es eine unzureichende Chancenauswertung, die in den Augen des Bietigheimer Coaches für die Niederlage in Saarlouis mit verantwortlich war. „Ohne die Leistung von Saarlouis schmälern zu wollen. Aber wenn wir die Chancen, die wir uns herausgespielt haben, besser verwerten, läuft so ein Spiel anders.“ Und weil das seine Jungs in dieser Saison schon besser gemacht haben, ist Mayerhoffer mit Blick auf die bevorstehende Top-Begegnung optimistisch. Schon zweimal sind die Südwest-Rivalen in dieser Saison aufeinandergetroffen, zweimal gab es Gästesiege. Dem 29:26-Erfolg der SG BBM in Ludwigshafen folgte zwei Wochen später die Revanche der TSG Friesenheim im DHB-Pokal-Achtelfinale und ein 32:29 in Bietigheim.

Überragender Akteur auf Friesenheimer Seite war Patrick Weber, der in beiden Spielen zusammen 17 Tore erzielte. Bei der unglücklichen 24:25-Niederlage in Dessau-Roßlau fehlte der Rückraumlinke zuletzt wie auch TSG- Abwehrchef Gunnar Dietrich. Auf die Ausfälle der beiden Torhüter Kevin Klier und Roko Peribonio hat Friesenheim mit der Reaktivierung von Matthias Lenz reagiert. Der mittlerweile 32-jährige Lehrer an einem Mannheimer Gymnasium hütete von 2007 bis 2011 das Tor der Bietigheimer. Die auf das Dessau-Spiel folgende zweiwöchige Spielpause dürfte dem Matschke-Team die Gelegenheit gegeben haben, seine Reihen wieder aufzufüllen. Ein unschätzbarer Vorteil in dieser Saisonphase.

Dem will die SG BBM Bietigheim wiedergewonnene Heimstärke entgegensetzen. „Die Fans haben uns schon gegen Wilhelmshaven nach vorne gepeitscht und gaben vielleicht das entscheidende Quäntchen für den knappen Sieg“, sagt Mayerhoffer, der mit einer erneuten Reaktion seiner Mannschaft rechnet. Nach einer knappen Niederlage folgte die in dieser Spielzeit stets auf dem Fuße.

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